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NETWORK OF THE EUROPEAN ASSOCIATIONS |
Die folgenden Prinzipien stehen in Überstimmung mit den Prinzipien des Netzwerks (Statuten I.1). Die Bezeichnung "personzentriert und experienziell" wurde gewählt, um fortgesetzten Dialog und beständige Entwicklung zu fördern; es ist nicht beabsichtigt, ein bestimmtes Verständnis dieser Ansätze und ihrer Beziehung zueinander zu bevorzugen.
Personzentrierte/experienzielle Ausbildung und Fortbildung in Psychotherapie und
Beratung wird als Förderung von Personalisation, d.h. Entwicklung der
Persönlichkeit, des Ausbildungsteilnehmers bzw. der Ausbildungsteilnehmerin
durch personzentrierte/experienzielle Beziehung und Begegnung zwischen den
Ausbildern bzw. Ausbilderinnen und den Ausbildungsteilnehmern bzw.
Ausbildungsteilnehmerinnen verstanden. Sie zielt darauf, die persönlichen und
professionellen Fähigkeiten zu erlernen, die erforderlich sind,
personzentrierte/experienzielle Beziehungen mit Klienten anzubieten, aufzunehmen,
zu gestalten und weiter zu entwickeln.
Sie ist ein
Unterfangen, dass sowohl an Prozess und Erfahrung orientiert als auch einer
profunden theoretischen Reflexion der Erfahrungen verpflichtet ist.
Sie besteht aus
• Selbsterfahrung in verschiedenen Settings (z. B. Ausbildungsgruppen, Gruppen
zur Persönlichkeitsentwicklung, Gruppentherapie oder -beratung, Einzeltherapie
oder -beratung),
• Auseinandersetzung mit den theoretischen Arbeiten von Carl Rogers und
anderen personzentrierten und experienziellen Theoretikern und fortwährender
Entwicklung der eigenen theoretischen Einstellungen des Ausbildungsteilnehmers
bzw. der Ausbildungsteilnehmerin,
• konkreter Umsetzung der Bedingungen,
• supervidierter Praxis personzentrierter/experienzieller Beziehungen mit
Klienten.
Unter anderem besteht die theoretische Ausbildung aus folgenden Elementen:
anthropologische, philosophische und ethische Grundlagen, Persönlichkeits- und
Beziehungstheorie im Allgemeinen und in Prozessen verschiedener Personen und
Gruppen in verschiedenen Situationen, Psychopathologie- und Therapietheorie,
Kontextwissen (z.B. auf rechtlichem, medizinischem, wirtschaftlichem usw. Gebiet).
Die theoretischen Grundlagen stimmen mit den Prinzipien, die in den Statuten
des Netzwerks (I.2) festgehalten sind, überein.
Sie wird in
Beziehungen mit verschiedenen Facilitators/Psychotherapeutinnen bzw.
Psychotherapeuten/Beratern bzw. Beraterinnen/Lehrern bzw. Lehrerinnen und in
verschiedenen Settings durchgeführt, damit die Ausbildungsteilnehmer bzw. die
Ausbildungsteilnehmerinnen verschiedene Lernmöglichkeiten nützen können,
Kreativität gefördert wird und persönliche und kulturelle Verschiedenheit
wertgeschätzt wird.
Innerhalb der
Anforderungen des jeweiligen gesetzlichen und institutionellen Rahmes ist sie,
wie von Carl Rogers postuliert, einem selbstbestimmten Lernweg, auf der Basis
von "Empowerment (Ermächtigung)" und der "Freiheit zu
lernen", und der Bewertung durch den Ausbildungsteilnehmer bzw. die
Ausbildungsteilnehmerin selbst verpflichtet.
Institutionen und Personen, die Ausbildung anbieten, sind klar definierten
ethischen Standards verpflichtet, der kontinuierlichen wissenschaftlichen
Entwicklung von Theorie und Praxis der personzentrierten/experienziellen
Ansätze, der wissenschaftlichen Forschung und der Zusammenarbeit mit ähnlichen
Institutionen und Personen auf nationaler und internationaler Ebene.
Brüssel, November 11, 2001